Nur etwa drei Kilometer von Altenwerder entfernt liegen in Neuwiedenthal sechs Flächen der Stiftung. Die meisten  wurden lange als Grünland genutzt, dann fielen sie brach. Die Flächen liegen östlich des Naturschutzgebietes Moorgürtel. In der Umgebung ist durch das Brachfallen viel Erlenwald aufgekommen. Auf zwei Flächen verläuft in der Mitte ein Graben der so stark verlandet war, dass keine freie Wasserfläche mehr vorhanden war. Ziel für diese beiden Flächen ist es durch gelegentliche Mahd eine Freifläche für feuchte Hochstaudenfluren und Wiesenpflanzen zu erhalten. Weiter wurden die Mittelgräben wiederhergestellt. Durch diese Maßnahmen bleibt ein vielfältiges Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen erhalten.

Die anderen vier Flächen sind erst im Jahr 2015 erworben worden, hier laufen noch die biologischen Grunderfassungen, die für eine Planung von Maßnahmen unerlässlich sind.

Wiederhergestellter Graben auf der Fläche "Im Gehege", Mai 2014

Wiederhergestellter Graben auf der Fläche "Im Gehege", Mai 2014

Auf der Stiftungsfläche „Im Gehege“ wurde am Übergang zwischen Wald und Offenfläche vor vielen Jahren Müll abgelagert. Mit der Unterstützung von Jugendlichen vom Verein Rauchzeichen wurde der Müll zum großen Teil eingesammelt und abgefahren – Vielen Dank für die Arbeit!

Graben im Mai 2014

Graben im Mai 2014

Im Februar 2014 wurde der verlandete Mittelgraben im Ostteil der Fläche wiederhergestellt. Der Graben füllte sich sehr schnell mit Wasser. Da der Graben keinen Ablauf hat, ist er jetzt ein Stillgewässerlebensraum. Begleitende Beobachtungen werden zeigen, wie die Tier- und Pflanzenwelt den Lebensraum annehmen und nutzen.

Stiftungsfläche „Im Kretort“: Das schon länger ungenutzte schmale Grünland hat die Stiftung Ende April 2012 erworben. Brennnesseln prägten die Fläche.

Im Februar 2013 wurde der Mittelgraben auf dieser Fläche wiederhergestellt. Er hat einen Überlauf in den nördlichen Graben, der Überlauf ist so eingestellt, dass die

Straußblütiger Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora)

Straußblütiger Gilbweiderich (Lysimachia thyrsiflora)

Fläche vernässt wird. Durch die erhöhte Feuchtigkeit breiten sich Seggen und auch der seltene Straußblütige Gilbweiderich aus.

Der Graben und seine Ufer bieten für Tiere und Pflanzen Lebensraum. So haben die ersten Grasfrösche den Graben schon im April 2013 entdeckt und einige Laichballen dort abgelegt. Darüber hat das Elbe Wochenblatt in dem Artikel „Hurra – die Frösche kommen“ berichtet.