Dezember 2017: Gartenabfälle sind Abfälle und gehören nicht in die Landschaft

Abschnitte, Pflanzen oder Pflanzenteile aus dem Garten (Rasenschnitt, aus den Beeten, von der Hecke oder vom Gehölzrückschnitt) sind Abfälle und dürfen NICHT in der Natur abgelagert werden. Sie gehören auf den Komposthaufen im Garten, in die Tonne für Grünabfälle oder zum  Recyclinghof zur Kompostierung. Leider werden immer wieder Gartenabfälle in der freien Natur illegal abgelagert.

Dabei kann die Ablagerung von Gartenabfällen in der Natur diese schädigen: An der Ablagerungsstelle und in der Umgebung werden die Pflanzen und Bodenorganismen  erstickt. Die Abfälle zersetzen sich und setzen viel zu viele Nährstoffe frei, die zu einer Überdüngung der Standorte führen – Resultat ist dann das verstärkte Wachstum von z.B. Brennnesseln oder Brombeeren. Weiter können sich aus Gartenabfällen ortsfremde Pflanzen ansiedeln und die Natur vor Ort erheblich beeinträchtigen.

In einem Rundschreiben wurden die Anwohner in der Umgebung daran erinnert, dass die Ablagerung von Gartenmüll in der Natur nicht zulässig ist. Da die Stiftung als Eigentümerin verpflichtet ist, ihre Flächen müllfrei zu halten, werden jetzt zusätzlich noch Hinweisschilder aufgestellt. Sollten die Ablagerungen weiter stattfinden, wird die Stiftung in Absprache mit den benachbarten Flächeneigentümern und dem Bezirk weitere Möglichkeiten suchen müssen, dies zu verhindern. Da kann dann auch die Sperrung von Wegen ein letztes Mittel sein. Wir hoffen nicht, dass das notwendig wird.

Hagebutten am Jakobsberg - aber keine Äpfel

Oktober 2017 – Keine Äpfel. In diesem Jahr hängen an den Bäumen auf der Obstwiese am Jakobsberg keine Äpfel. Naja: Wenn man ganz genau sucht, vielleicht drei Äpfel – auf der ganzen Fläche mit über 60 Apfelbäumen.  Der Spätfrost im Mai hat wohl die Blüten in einer empfindlichen Phase getroffen. Keine Blüten – keine Bestäubung – keine Äpfel. Zum Glück gibt es auf unserer Obstwiese noch andere Früchte– so fruchtet die Hunds-Rose sehr üppig und auch Schneeball und Weißdorn halten Winterfutter für Vögel bereit. Eine Streuobstwiese ist aufgrund dieser Vielfalt ein wichtiger Teil in unserer Kultur- und Naturlandschaft.

Blutweiderich-Sägehornbiene: August 2017: Die Blutweiderich-Sägehornbiene (Melitta nigricans) fliegt auf Blutweiderich. Sie ist sogar oligolektisch auf dessen Blüten– das heißt, sie mag eigentlich nur Blutweiderich und sonst gar nichts anderes. Gut für sie, dass auf der Stiftungsfläche im Kretort der Blutweiderich blüht und sich, weil die Fläche vernässt werden konnte, auch vermehrt hat. Für Hamburg wird gerade ein Überblick erstellt, welche Wildbienen hier vorkommen, daraus soll dann auch eine Rote Liste abgeleitet werden (Deutsche Wildtier Stiftung). Nach der Roten Liste für Wildbienen Schleswig Holstein ist die Blutweiderich-Sägehornbiene dort ausgestorben, in Niedersachsen nimmt man die Gefährdung der Art an, hat aber zu wenig Daten. Wie die Einstufung für Hamburg ausfallen wird, wird die Erfassung der Experten dann zeigen. Auf jeden Fall ein schöner Fund und ein kleine Erfolgsbestätigung für die Naturschutzmaßnahme auf der Fläche im Kretort!

Wilhelmsburg: Kleine Ackerfläche in der Grünlandumwandlung Der halbe Hektar ehemalige Acker-Fläche wurde im Mai 2016 mit einer speziellen Saatgutmischung (Regiosaatgut mit Arten, die zum Standort passen) eingesät. Das Saatgut hat die Deutsche Wildtierstiftung im Rahmen ihrer Schutzbemühungen für Wildbienen zur Verfügung gestellt. Im Frühling und Sommer 2017 zeigen sich schon viele der ausgesäten Arten:

Kuckucklichtnelken-Aspekt

Kuckuckslichtnelke färbte die Fläche zeitweilig rosa, dann übernahm das Weiß der Margeriten, das Ende Juni dann noch mit dem Gelb des Hornklees unterfütter wird. Hummeln und Bienen sind auf der Fläche aktiv

Am 06. Juni 2017 nachmittags  nach Altenwerder Treffen um  16.00 Uhr an der Bushaltestelle Altenwerder Hauptstraße (Süd)  – Endhaltestelle Bus 151. Achtung: Bus 151 von Willhelmsburg fährt nur stündlich

Blick auf Containerterminal Altenwerder (2010), Foto: G. Bertram

Im kleinen Altenwerder Kirchtal werfen wir bei einem gemütlichen Spaziergang von ca. 5 km einen Blick auf Fauna und Flora und sehen, was dicht am Containerterminal von den artenreichen Feuchtwiesen und Obstplantagen noch übrig geblieben ist. Auch besuchen wir in der Kirche Altenwerder die Fotodokumentation über das alte Dorf. Wer auf der Anfahrt den spektakulären Blick von der Köhlbrandbrücke schon gemeinsam mit uns genießen möchte, es geht ab 15:25 Uhr vom Busbereich B in Willhelmsburg los. Um Anmeldung wird gebeten unter: (040) 600387-28 oder linda.kahl@bund.net Die Exkursion findet bei jedem Wetter statt, Dauer etwa 2 Stunden, die Exkursion ist Teil im Programm Faszination Tideelbe

Wildkameras ermöglichen spannende Einblicke in die Natur – das wollten wir auf unserer Flächen in Gut Moor mal ausprobieren und haben Anfang Januar eine Kamera aufgehängt. Füchse kommen sehr regelmäßig hier vorbei. Unsere Kamera hat sie im Dunkeln erkannt. Ein junger Rehbock kommt regelmäßig vorbei. Sein Gehörn ist noch im Bast (also noch von Haut umgeben).

ERGO und Aktion! Anfang November 2016 waren acht Freiwillige von ERGO da – und es gab viel zu tun: Staudenknöterich ausgraben, Pappelaufwuchs eindämmen, Müll einsammeln, ein Rohr durchgängig machen, eine alte Brücke abreißen, Nistkästen aufhängen  – und dabei Spaß haben. Und alles hat super geklappt! – Vielen Dank für euren Einsatz. Dass die alte marode Brücke nun komplett weg ist verdanken wir eurem Biss! Der Einsatz war ein gemeinsames Projekt der Stiftung Ausgleich Altenwerder und des BUND Hamburg auf einer Fläche der Stiftung in Wilhelmsburg. Perfekt vorbereitet und angeleitet von Harald Köpke. Und die Erbsensuppe war auch noch lecker. Ein perfekter Tag.

Blutweiderich im Herbst

Der Blutweiderich, der in den feuchten und von Hochstauden geprägten Flächen der Stiftung vorkommt, blüht im Sommer viloett. Auch im Herbst ist er schön anzusehen. Dann sind die Blätter dran: zwischen den schon braun färbenden Seggen leuchten die Blätter des Blutweiderichs.

Grünlandeinsaat: Im Mai konnten wir endlich die Einsaat für ein – hoffentlich – blütenreiches Grünland abschließen. Und seit dem sorgt genügend Regen dafür, dass die Pflanzen gut keimen konnten. Viele der augesäten Arten sind schon gut erkennbar.

Erste Blüten auf dem ehemaligen Acker

Die Saatgutmischung haben wir mit der Deutschen Wildtierstiftung zusammengestellt. Es soll ein blütenreiches Grünland enstehen, in dem Wildbienen Nahrung finden können. Daher beteiligen wir uns mit dieser Fläche am Wildbienenprokjekt der Wildtierstiftung. Rote Lichtnelke, Kornblume und Taubenkropf-Leimkraut blühen im August trotz Regenwetter. 18. Juni, Radtour von Finkenwerder nach Altenwerder und dann Neuwiedenthal.

Wettern in Altenwerder

Treffen um 16 Uhr mit Fahrrad am Finkenwerder Anleger (oben bei den Fahrradständern). Die Tour führt von Finkenwerder nach Altenwerder, wir machen einen kurzen Besuch in der Kirche St. Gertrud. Sie ist das einzige Gebäude, welches von Dorf Altenwerder übrig geblieben ist. Eine kleine Wildniss umgibt diese Kirche.Von einem Hügel gibt es einen interessanten Blick auf den angrenzenden Containerterminal. Wer Lust und Zeit hat, kann gerne mitkommen. Veranstaltung am Langen Tag der Stadtnatur. Anmeldung nicht nötig, aber gerne Bescheid sagen, wer kommt. Kosten: Spende

Blühbeginn auf der Obstwiese am Jakobsberg, Ende April 2016

Blüten von Birne, Kirsche, Traubenkirsche und Schlehe

Die Apfelbäume halten sich noch zurück, aber Kirschen und Birnen blühen, und am Rand Schlehen und Traubenkirschen. Erste Nahrung für Bienen und Co ist also vorhanden.

Exkursion – Froschlaichsuche in Gut Moor am 16. April von 12 Uhr bis ca 15 Uhr. Treffpunkt ist die S-Bahn-Station Harburg, Ausgang Neuländer Platz. Von da aus fahren wir mit dem Fahrrad in ca. 10 Minuten zu Flächen der Stiftung im Bereich Großmoordamm. Die Flächen sind nass – Gummistiefel also angebracht! Auf den Flächen der Stiftung haben wir in den letzten Jahren Gräben aufgweitet und kleinere Gewässer angelegt. In den letzten Jahren hatten Frösche und Erdkröten die Gewässer gefunden und zur Eiablage (= Laichablage) genutzt. Hier wollen wir schauen, wie es in disem Jahr aussieht. Wer Lust und Zeit hat mitzukommen, ist herzlich eingeladen dabei zu sein! (mit Fahrad und Gummistiefeln) .

Januar 2016 – Was machen die da? Auf den Stiftungsflächen am Siedenfelder Weg ist jetzt  – Mitte Januar – einiges los.

Graben - frisch gemacht

Gerade weil die meisten Tiere jetzt nicht aktiv sind, ist es eine gute Zeit um mit einem Bagger die Gräben herzurichten, so dass sie zukünftig mehr Wasser führen. Wasser ist für Frösche und Libellen, aber auch für andere Insekten, Vögel und Pflanzen ein wichtiger Lebensraum. Auf den Flächen der Stiftung Ausgleich Altenwerder sollen Lebensräume für Tiere und Pflanzen verbessert und erhalten und gepflegt werden. Daher muss hier der Bagger ran und die Gräben soweit aufziehen, dass sie flache Ufer haben. Weiter müssen wir an einigen Bäumen Äste absägen, da diese Äste das Mähen der Wiesen, die wir erhalten wollen, stark erschweren. Das ist mit dem Bezirk Mitte abgesprochen. Zum Frühjahr soll dann noch ein Ackerstreifen mit einer artenreichen Saatmischung eingesät werden. .

Kleine Pflanz- und Pflegeaktion am Jakobsberg in Wilhelmsburg: am Samstag  17. Oktober 2015

Kirschenpflanzen am Jakobsberg

haben wir mit eurer Unterstützung einige Kirschbäumchen auf die Obstwiese der Stiftung Ausgleich Altenwerder, die der BUND mit betreut, gepflanzt. Die Kirschbäume wurden vor 5 Jahren von sehr alten Bäumen neu veredelt und dann in unser Zwischenquartier gepflanzt. Mittlerweile sind die meisten so kräftig, dass sie jetzt an ihre endgültigen Bestimmungsorte gepflanzt werden konnten. .

Wi mook dat – stand auf ihren T-Shirts und das war kein leeres Versprechen! Rund ein  Dutzend arbeitswillige Helfer der Hauni Maschinenbau AG  haben im September 2015 auf unserer Obstwiese am Jakobsberg und auf der benachbarten Wiese „gemookt“.

Storchenhorst und Windpumpe

Es wurde Entkusselt (zwischen den Obstbäumen waren zu viele Sträucher aufgewachsen – das Beseitigen nennt man Entkusseln), der Storchenhorst bekam ein verbessertes Fundament, die Eisvogelbrutwand wurde grundrenoviert und die Windpumpe wurde mit viel Einsatz repariert. Und das alles an einem Tag! Bei perfektem Spätsommerwetter konnten auch schon die ersten Äpfel und Birnen von den Bäumen genascht werden – aber es war auch für Getränke sowie Pizza und Kuchen bestens gesorgt.

Die "Mooker"

Organisiert, perfekt angeleitet und betreut wurde die Truppe über den BUND von Harald und Alfred – ein herzliches Dankeschön an die beiden und natürlich an die  „Mooker“! Ihr könnt gerne mal wieder kommen – es gibt immer was zu tun.

Zwitscherheupferd auf Sumpfkratzdistel, Neuwiedenthal 18. Juli 2015

Auf der Insektentour in Neuwiedenthal am 18. Juli konnten wir einige Insekten beobachten. Neben dem Zwitscherheupferd gab es Libellen wie die Blutrote Heidelibelle, die Braune Mosaikjungfer oder den Großen Blaupfeil zu sehen. Diese Arten profitieren davon, dass die Stiftung die Flächen offen hält und mit der Wiederherstellung der Gräben für offene Wasserflächen mit Stillgewässercharakter gesorgt hat.

Die Radtour von Finkenwerder nach Altenwerder und Moorburg, am 20. Juni 2015 war gut besucht. Von Finkenwerder führte die Radtour nach Altenwerder, hier konnten wir Reste des Alten Dorfes Altenwerder entdecken. Auf der Tour wurde der Kontrast zwischen Hafen und den Resten von Natur- und Kulturlandschaft sichtbar.

Storch im Horst

Auf der Storchenradtour am 6. Juni 2015 haben wir vier Storchenhorste, die der BUND in der Hamburger Elbmarsch aufgestellt hat und betreut, besucht. In zweien konnetn wir Störche entdecken. Die Tour führte uns mit insgesamt 20 Radlern von der S-Bahn Wilhelmsburg in den Wilhelmsburger Osten. Am Siedenfelder Weg konnten wir am Artenschutzprojekt Trafohaus Mauersegler und Spatzen begrüßen. Die von der Stiftung neu erworbenen Ackerflächen liegen fast gegenüber vom Trafohaus und sollen in der Zukunft als Grünlandflächen entwickelt und gepflegt werden. Die Rückdeichungsfläche Kreetsand war vielen nicht bekannt, so dass auch hier neue Einblicke gewonnen wurden. Am Jakobsberg vorbei ging es dann über die Süderelbbrücke Richtung Neuland und Gut Moor. Die Tour endete bei gerade noch gutem Wetter in Harburg. Vielen Dank an Alle die dabei waren – das hat Spaß gemacht!

Auf der Froschlaichsuche im März in  Neuwiedenthal haben wir nicht viele Frösche und Kröten gefunden. Die Witterung war bislang noch nicht optimal – entweder zu kalt oder zu trocken, so dass wir nur wenige Erdkröten und Grasfrösche fanden. Wenn es wärmer und nasser wird, kommen die meisten Tiere sicher noch.

Aus dem Jahr 2014: Der kleine Arbeitseinsatz in Moorwerder am  18. Oktober 2014 war sehr erfolgreich. Wir haben eine Offenstelle angelegt, Nistkästen aufgehängt und aufkommende Gehölze am Grabenrand entfernt. Trotz Bahnstreikes waren wir mit fünf Leuten vor Ort aktiv. Vielen Dank an die Helfer!

Exkursion mit dem Botanischen Verein zum Moorwerder Grün – Teil 2, am 4. September 2014: Bei dieser Exkursion haben wir am Graben Sumpfquendel (Peplis portula) entdeckt. Der Sumpfquendel ist eine Pionierart auf nassen, kalkarmen Standorten – also genau richtig am Grabenrand in Moorwerder. Im Hamburger Pflanzenaltals gab es für Moorwerder bislang keinen Nachweis der Art.

Im Kretort: Gelbrandkäfer und -Larven

Gelbrandkäfer und -larven

Der Mittelgraben im Kretort entwickeltsich weiter gut. Während in der Umgebungsehr viele jung Grasfrösche ihr Landrevier erkunden, fliegen verschiedene Libellen über das Wasser. Wellenbewegungen zogen dann unsere Blicke ins Wasser: An einer Stelle bewegten sich die Wasserlinsen sehr merkwürdig – eine Lücke in der Linsendecke gab dann den Blick frei auf einen spannenden Kampf: Zwei Gelbrandkäferlarvern hatten sich über einen erwachsenen Käfer hergemacht. Wie der Kampf genau ausgegangen ist, konnten wir nicht beobachten – das fand dann wieder unter den Wasserlinsen statt. Kanibalismus soll bei den Gelbrandkäfern durchaus üblich sein – diese Beobachtung bestätigt das. Moorwerder, Anfang Juli:

Froschlaich mit erkennbaren Larven, Mitte April 2014

An den Grabenrändern der im Februar wiederhergestellten Gräben hüpfen junge Gras- und Moorfrösche. Also haben sich aus dem Froschlaich, der im April in den Gräben lag, erfolgreich Frösche entwickelt. Auch verschiedene Libellenarten haben die Wasserflächen der Gräben für sich entdeckt: Bei der Große Königslibelle (Anax imperator) fliegt das Männchen den Graben ab und verscheucht auch andere Großlibellen, wie den Vierfleck, während das Weibchen an verscheidenen Stellen Eier ablegt. Auch der Blaupfeil (Orthetrum cancellatum) hat die Gräben enteckt und ist mit mehreren Individuen an den Gräben unterwegs.

Exkursionen in 2014 Mittwoch 18. Juni 2014, Botanik auf einer Stiftungsfläche in Moorwerder Freitag 27. Juni 2014 Wanderung zum Krächzen des Wachtelkönigs (Gut Moor, Klein Moor) I Samstag 28. Juni 2014, Radtour von Finkenwerder nach Altenwerder und Moorburg

Poster zur Schachbrettblume

Poster zur Schachbrettblume

März 2014: auf einer Tagung zum BfN Projekt Wildpflanzenschutz in Osnabrück war die Stiftung mit einem Poster zu konkreten Maßnahmen für die Schachbrettblum vertreten. Die Schachbrettblume gehört zwar nicht zu dem Strauß aus 15 Pflanzenarten, die im Fokus des Projektes stehen. Aber sie steht für den Ansatz, dass im Rahmen der Aufwertung von Stiftungsflächen immer auch Arten im Blick sind, die für den Naturraum typisch sind, aber gefähdet sind. Daher soll die Schachbrettblume auf der Stiftungsfläche in Moorwerder eine Chance bekommen.

Februar 2014: Der Bagger war da – und hat auf der Stiftungsfläche in Moorwerder die  verfallenen Gräben hergestellt und eine gute Wasserverteilung durch einen neuen Graben auf dem Grundstück möglich gemacht. Insgesamt sechs Gräben mit unterschiedlichen Tiefen führen jetzt wieder Wasser. Noch liegt ein Teil des Aushubes auf den Beeten. Wenn der abgetrocknet und verteilt ist, wird man kaum noch Spuren des Baggers erkennen. Mal sehen, wann die ersten Frösche die Gräben finden.

Aus dem Jahr 2013: November 2013: Das Elbe Wochenblatt berichtet über die Stiftungsfläche in Moorwerder: Pferdekoppel wird Biotop hier klicken zum Artikel November 2013: Die Stiftung Ausgleich Altenwerder hat bisher in Gut Moor, Klein Moor, Wilhelmsburg, Moorwerder und Neuwiedenthal Grundstücke erworben. Bislang konnten 22,9 Hektar Fläche für naturschutzfachliche Aufwertungen erworben werden.

Oktober 2013, Gut Moor 2: In Gut Moor hat die Stiftung eine weitere Fläche erworben, diese liegt direkt östlich der Autobahn A1 (die Autobahn ist nicht zu übersehen oder zu überhören, wenn man auf der Fläche steht!). Es handelt sich um 3,7 Hektar Grünland auf einem Niedermoorstandort.

Ende Juli 2013: Müll - bei genauerem Hinsehen stellten wir fest, dass auf einer Stiftungsfläche in Neuwiedenthal eine Menge Müll lag, vermutlich schon viele Jahre. Und dieser Müll sollte weg – und er kam weg. Hierfür gilt unser Dank den Jugendlichen vom Verein Rauchzeichen – ohne Euch wäre der Müll noch lange nicht weg. Über 30 Säcke wurden gefüllt und abgefahren. Und das bei nicht einfachen Bedingungen mit vielen Mücken und Bremsen, die uns alle sehr “mochten”. Vielen Dank für den Einsatz!

Straußblütiger Gilbweiderich

Dauerflächen im Juni 2013: Auf allen Grünlandflächen der Stiftung wurden Flächen (5x5Meter) angelegt, auf denen jedes Jahr dokumentiert wird welche Pflanzenarten hier wachsen. So können die Ergebnisse der Aufwertungs- und Pfelgemaßnahmen regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. So konnten wir feststellen: Auf der Fläche “Im Kretort” in Neuwiedenthal konnte sich der Straußblütige Gilbweiderich sich gut halten und sogar etwas vermehren.

Im Juni war Exkursionszeit: In einer Nachtexkursion am 14. Juni haben wir den Wachtelkönig belauscht. Er „schnarchte“ in den Wiesen in Gut Moor und Klein Moor. Mindestens fünf Rufer waren in der Nacht aktiv. Einer davon auch auf der Fläche „Klein Moor“ der Stiftung. Ein beeindruckendes Szenario. Das Hamburger Abendblatt war mit dabei und berichtete hier ausführlich über den Wachtelkönig und sein Königreich.

Containerterminal Altenwerder 2013

Auf der Radtour zum Langen Tag der Stadtnatur am 15. Juni 2013 führte die Strecke von Finkenwerder nach Altenwerder: Hier konnten wir auch einen Blick in die Kirche von Altenwerder werfen – das einzige Gebäude, das noch auf das ehemalige Dorf Altenwerder hinweist – vielen Dank dafür an Georg Schindler, den ehrenamtliche Küster der Kirche! Die Teilnehmer waren beeindruckt und fasziniert von den Kontrasten und den Veränderungen, die sich hier im Laufe der Zeit entwickelt und abgespielt haben. Vom Spülberg, der heute ungefähr da liegt, wo früher mal die Alte Süderelbe ihr Bett hatte, boten sich interessante Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Weiter ging es durch Moorburg – das Dorf, das noch da ist, es wirkt zwischen alle den Strukturen, die entstehen und die geplant sind, schon sehr eingezwängt.

Moorfroschmännchen im himmelblauen Balzkleid, Foto: G. Bertram

17. April 2013 Blau, blubbernd, balzend: Die Moorfrösche sind in den Gräben im Umfeld der Stiftungsflächen in Wilhelmsburg angekommen. Die Männchen sind in der kurzen Balzzeit himmelblau gefärbt –  die Weibchen bleiben braun. Das blubbernde Balz-Geräusch war in der Sonne gut zu hören – unterlegt vom Knurren der braunen Grasfrösche. Wichtig für beide Froscharten ist, dass sie geeignete Gewässer finden, in denen sie ihren Laich ablegen können und die lange genug Wasser führen, damit sich die Larven zu Fröschen entwickeln können.  Im Obstgarten der Stiftung auf dem Jakobsberg finden sie Sommerlebensraum, wenn sie das Gewässer verlassen und hier können sie auch gut überwintern.

Obstbaumschneider in Aktion

Obstbaumschneider in Aktion

Januar 2013: Der Winterschnitt für die Apfelbäume auf dem Jakobsberg stand an.  Während die Baumschneider gut gesichert in den Baumkronen unterwegs waren, schauten die Wachholderdrosseln aus einiger Entfernung zu. Die Bäume hatten im Herbst reichlich Äpfel getragen, die Reste davon fressen die  Wachholderdrosseln jetzt sehr gerne.  In Schwärmen bevölkern sie den Obstgarten, wenn die Baumschneider wieder weg sind.

Aus dem Jahr 2012: Ende November 2012 : Für ein neues Grundstück in Moorwerder hat der Vorstand Ende November den Kaufvertrag unterzeichnet. Noch sind nicht alle Formalitäten geregelt. So ist das Grundstück gerade vermessen worden. Bis wir konktere Planungen für dieses Grundstück machen können, wird sicherlich noch ein halbes Jahr vergehen.

Erste Mahd im Kretort, September 2012

Im September 2012 wurde das aufgelassene Grünland “im Kretort” zum ersten mal seit langer Zeit gemäht. Nur mit moortauglicher Boppelbereifung konnte die Fläche befahren werden, sonst wäre das Fahrzeug schnell steckengeblieben. Für den Winter ist geplant den mittleren Beetgraben wieder herzustellen.

Die Apfelbäume auf der Obstwiese am Jakobsberg in Wilhemsburg tragen in diesem Jahr sehr reichlich. Ein Teil der Äpfel wird von der Firma “Das Geld hängt an den Bäumen” geerntet und zu Apfelsaft verarbeitet. Ein Bericht dazu erschien im Wochenblatt: hier

August 2012: Pioniere in den Gräben

Gewöhnliche Armleuchteralge (Chara vulgaris)

Im Februar wurden in Gut Moor und Klein Moor an den Stiftungsflächen die Gräben abschnittsweise aufgezogen. Die Abschnitte haben sich mit Wasser gefüllt und über den Sommer bisher Wasser geführt. Erste Pflanzen haben sich angesiedelt. Ganz typisch sind hier Armleuchteralgen (Characeae), die sich als Pionierarten an solchen Stellen als erstes zeigen. Später werden andere Pflanzen sich ausbreiten und die Armleuchteralgen verdrängen. Es kommen im Moment zwei Arten der Armleuchteralgen in den Gräben vor: Die Gewöhnliche Armleuchteralge (Chara vulgaris) und die Zierliche Armleuchteralge (Chara globularis). Libellen haben die offenen und flachen Wasserflächen auch schon entdeckt: Das Männchen der Großen Königslibelle patrouillierte an einem Grabenabschnitt, weiter fliegen Plattbauch, Vierfleck und Blaupfeil an den Grabenabschnitten.

Am Samstag 16. Juni 2012, auf der Radtour von Finkenwerder nach Altenwerder und Moorburg am Langen Tag der Stadtnatur die führte die Tour vor allem nach Altenwerder. Für einige Teilnehmer war der Ort Altenwerder noch bekannt, andere hörten die Geschichte über das Verschwinden des Dorfes Altenwerder und den Bau des Containerterminals zum ersten Mal. Die heutige Landschaft, das Landschaftsbild zum Ende des 18. Jahrhunderts und weitere Planungen waren neben Altenwerder Thema dieser Tour.

Freitag 15. Juni 2012:  bei der Wanderung zum Krächzen des Wachtelkönigs (Gut Moor, Klein Moor) haben wir tatsächlich mehrere Wachtelkönige gehört. Allerdings mussten wir bis 23.30 Uhr Geduld haben. Dann allerdings legte der “Wiesenschnachrer” wie der Wachtelkönig auch genannt wird, richtig los. Eine eindrucksvolle Nachtwanderung zu einer Fläche der Stiftung!

Im Kretort, Anfang Mai 2012: Ein weiteres Grundstück für die Stiftung ist gefunden und der Kaufvertrag ist unterschrieben. Das schon länger ungenutzte schmale Grünland liegt am Rand von Neuwiedenthal „Im Kretort“. Brennnesseln prägen zurzeit die Fläche. In der Mitte verläuft ein schmaler Graben, der kaum noch erkennbar ist. Aber das ist die Stelle wo Frösche und Erdkröten anzutreffen sind, weil es hier ziemlich feucht ist

Anfang Mai ist die Frühe Adonislibelle unterwegs

Um den Lebensraum der Tiere zu verbessern ist geplant den ehemaligen Graben im kommenden Winter in einigen Bereichen zu erweitern. Und zwar so, dass möglichst flache Uferzonen entstehen. Dann steht den Amphibien auch Wasserfläche zur Verfügung in die sie ihre Eier ablegen können. Wichtig dabei ist natürlich, dass das Wasser in der Fläche bleibt. Für die weitere Planung wird jetzt erst mal untersucht welche Tiere und Pflanzen in der Fläche vorkommen. Anfang Mai ist zum Beispiel schon die Frühe Adonislibelle unterwegs. Über die Fläche berichtet das Elbe Wochenblatt Anfang Mai hier.

Anfang Februar 2012: Endlich! Der Frost hat ganze Arbeit geleistet und hat die Flächen in Klein Moor und Gut Moor für den Bagger befahrbar gemacht. Der Boden schwang zwar wie ein Pudding als der schwere Bagger losfuhr, aber die Kruste aus gefrorenem Boden hielt. Das ist bei einem Torfboden mit über 3 Meter Mächtigkeit, der mit Wasser vollgesogen ist, wichtig. Ohne den Frost wäre der Bagger hier nicht weit gekommen. Gleichzeitig durfte der Boden nicht zu tief gefroren sein, sonst hätte die Baggerschaufel nicht mehr in den Boden eindringen können.

Baggerarbeiten bei Frost

So aber konnte auf beiden Flächen auf der Ostseite jeweils ein Seitengraben abschnittsweise aufgezogen werden. Es entsteht so eine vergrößerte Wasserfläche, die ab dem Frühjahr für Tiere, wie zum Beispiel den Moorfrosch, zur Laichablage zur Verfügung steht.  Auch für Pflanzen, die feuchte bis nasse Standorte mögen, wie die Kuckuckslichtnelke oder die Sumpfdotterblume, entwickeln sich hier weitere Lebensräume. Die Sumpfdotterblume und auch einige Großseggen sind auf der Fläche in Klein Moor noch in Resten vorhanden. Daher haben wir vorher mit dem Baggerführer deren Standorte markiert. Diese durften weder befahren noch bebaggert werden.

November 2011: Wohnungsbau für den Steinkauz.

Nistkasten für den Steinkauz

Im Wilhelmsburger Osten lebte -und lebt vermutlich noch -  der Steinkauz. Um diese kleine Eule, die sich von Insekten und kleinen Wirbeltieren wie Mäusen und Fröschen ernährt, zu fördern haben wir Steinkauznistkästen installiert und damit das Angebot an Brutplätzen verbessert. Der Steinkauz brütet in Höhlen, diese sollen in den alten Obstbäumen auf der Obstweise Jakobsberg det Stiftung gefördert werden. Wer im Wilhelmsburger Osten eine kleine Eule sieht oder im Winter und Frühjahr hier  die die Rufe vom Steinkauz hört (Der Ruf wird als “guhk- guhk” Ruf beschrieben, Eulen balzen im Winter und Frühjahr) kann das bitte gerne an uns melden! Wir freuen uns über Lebenszeichen vom Kauz! Wir hoffen den Steinkauz mit Nistraum und zukünftig auch vermehrt mit Nahrungsraum unterstützen zu können.

Ende Juli 2011:

Sympetrum pedemontanum, Weibchen

Gebänderte Heidelibelle (Weibchen) in Gut Moor, Foto: G. Bertram 2011

Eine schöne zufällige Beobachtung ist die Gebänderte Heidelibelle auf der einen Stiftungsfläche. Ihre Larven leben in wasserführenden etwas zugewachsenen Gräben, diese Lebensräume sollen durch Grabenaufweitungen erweitert werden.

Bei der Brutvogelerfassung hat sich der Brutverdacht des Wachtelkönigs bestätigt, er rief mehrfach an verschiedenen Tagen und zu sehr unterschiedlichen Tageszeiten auf der einen Stiftungsfläche. Und auch in der Umgebung scheint sich der krächzende Vogel wohlzufühlen, denn ein Vogelexperte hat noch weitere Rufer gehört. Für den Wachtelkönig ist ein sehr später Termin für die Mahd der Fläche wichtig, damit er seinen Jungen erfolgreich aufziehen kann.

Sumpfdotterblume, Anfang Mai 2011, Foto: G. Bertram

Anfang Mai 2011: Bei einer ersten Suche nach besonderen Pflanzen auf den neuen Flächen der Stiftung fanden wir kleinere Bestände der Sumpfdotterblume (Caltha palustis) und auch einige Pflanzen der gelben Wiesenraute (Thalictrum flavum). Beide Arten wachsen an Stellen, die feuchter sind als die Umgebung – vermutlich handelt es sich um verlandete Bombentrichter. Die Flächen haben also eindeutig Potenzial! April 2011: Die ersten Flächen sind gekauft. Die Grundbucheinträge sind vollständig. Im ersten Jahr werden kaum Maßnahmen auf den Flächen statt finden, da erstmal eine grundlegende Erfassung des “Istzustandes” erfolgen soll. Wir wollen also erstmal genau wissen welche Tiere und Pflanzen auf unsereren Flächen vorkommen. Danach erfolgt eine genauere Planung von Aufwertungsmaßnahmen.

Dezember 2010: Das Stader Tageblatt berichtet über die Flächensuche der Stiftung: link zum Artikel 11.12.2010 oder hier als pdf. Weitere Pressestimmen: Taz  vom 18.10.10, Elbe Wochenblatt 20 10 10

Altes Fährschiff Altenwerder, Foto: G. Bertram

Am 7. Oktober fand die erste Pressekonferenz der Stiftung Ausgleich Altenwerder statt. Der Ort war das Alte Fährschiff “Altenwerder” das im Köhlfleethafen von Finkenwerder liegt. Pressemitteilung_7.Oktober 2010