Botanische Forschung

Die Vegetation auf den Stiftungsflächen wird jedes Jahr untersucht und hinsichtlich ihrer Entwicklung (Leitbild: möglichst standorttypisch und artenreich!) bewertet.

Im Sommer 2015 wurde die Fläche in Moorwerder besonders gründlich untersucht.

Im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Uni Hamburg, Biologie, hat ein angehender Biologe die Vegetation in einzelnen Quadratmetern ausgezählt. Dazu wurde das “gelbe Fadennetz” aufgespannt.

BUND und Stiftung Ausgleich Altenwerder: Der kleine Arbeitseinsatz in Moorwerder am  18. Oktober 2014 war sehr erfolgreich. Wir haben eine Offenstelle angelegt, Nistkästen aufgehängt und aufkommende Gehölze am Grabenrand entfernt.Trotz Bahnstreikes waren wir mit fünf Leuten vor Ort aktiv. Vielen Dank an die Helfer!


Sumpfquendel



Sumpfschafgarbe


04.09.2014 Exkursion mit demBotanischen Verein zum MoorwerderGrün – Teil 2: Bei dieser Exkursion haben wir am Graben Sumpfquendel (Peplis portula) entdeckt. Der Sumpfquendel ist eine Pionierart auf nassen, kalkarmen Standorten – also genau richtig am Grabenrand in Moorwerder. Im Hamburger Pflanzenaltals gab es für Moorwerder bislang keinen Nachweis der Art. Die Sumpfschafgarbe (Achillea ptarmica) war noch in voller Blüte.

Die Fläche ist ein typisches Grünland in der Elbmarsch. Die Beetgräben waren über einen längeren Zeitraum nicht unterhalten worden. Daher war hier ein wichtiges Ziel die Gräben wiederherzustellen und eine gute Wasserführung über das ganze Jahr zu gewährleisten.

Graben in Moorwerder, Juli 2014

Graben und Grünland in Moorwerder, Juli 2014

Im Februar 2014 haben die umfassenden Arbeiten an den Gräben auf der Fläche stattgefunden. Jetzt sind alle Gräben wiederhergestellt und über einen Verbindungsgraben auf der Fläche miteinander verbunden. Über eine Klappe kann bei Bedarf Wasser aus der Moorwerder Wettern in die Fläche fließen, so führen die Gräben stetig Wasser, gleichzeitig wird die Fläche nicht entwässert.

Froschlaich, April 2014

Froschlaich, April 2014

Grasfrösche haben die Gräben im April 2014 entdeckt und ihren Laich dort abgelegt. Ende April waren die ersten Kaulquappen schon geschlüpft. Im Sommer konnten wir junge Grasfrösche, junge Moorfrösche und Kröten beobachten. Ringelnattern fühlen sich hier auch wohl. Einige Libellen erobern die Wasserflächen der Gräben für sich.

Die Bestandsaufnahme der Pflanzen hat gezeigt, dass in dem Grünland – von ganz trocken bis sehr nass -ein spannender Gradient vorhanden ist, den die Pflanzen nachzeichnen. Auf den trockenen und sandigen Flächen wachsen die Nelken-Haferschmiele und der Einjährige Knäuel. In den nassen Bereichen kommen Kuckuckslichtnelke, Sumpf-Schafgarbe und Gelbe Schwertlilie vor. Die Fläche soll als Grünland extensiv gepflegt und genutzt werden.

Heuschrecken und Schmetterlinge nutzen die besonnten Flächen.

Das Elbe Wochenblatt berichtet hier über diese Fläche der Stiftung.