In Klein Moor, im Landkreis Harburg, liegen zwei Grünlandflächen der Stiftung. Eine wird im Sommer mit Pferden beweidet, die andere Fläche lag über mehrere Jahre brach. Auf ihr wuchsen vor allem Brennnesseln, als die Stiftung sie im Jahr 2011 erworben hat. Durch jährliche Mahd hat sich die Fläche jetzt wieder zu einem (Feucht-) Grünland entwickelt. Da sich mit dem Wachtelkönig ein ganz besonderer Vogel auf der Fläche sehr wohl fühlt und hier wohl auch brütet, kann die Fläche erst recht spät im Jahr (ab Ende August) gemäht werden. Im Hamburger Abendblatt gab es zum Wachtelkönig in Gut Moor hier einen Artikel.

An der Ostseite hat die Stiftung, in Absprache mit dem Nachbarn, im Jahr 2012 den Grenzgraben stellenweise aufweiten lassen. So sind hier kleine Stillgewässer entstanden, die für Amphibien, Libellen und andere Lebewesen Nahrungs- und Lebensraum bieten.

Auf beiden Flächen sind kreisförmige feuchte Senken im Grünland vorhanden. Hier wachsen  Sumpfdotterblumen und Seggen. Bei diesen Senken soll es sich um verlandete Bombentrichter aus dem 2. Weltkrieg handeln.

Im Winter 2014/15 wurden auf dem beweideten Grünland drei verlandete Bombentrichter wieder hergestellt – es wurden also kleine Gewässer angelegt.

Ein Kleingewässer wird wiederhergestellt

Die verlandeten Bombentrichter weisen wertvolle Pflanzen, wie Sumpfdotterblume, verschiedene Seggen und Wiesenschaumkraut auf – das wurde im vergangenen Sommer extra untersucht.

Daher wurden die Bombentrichter nicht an exakt der gleiche Stelle wiederhergestellt sondern etwas versetzt, so dass ein Teil der Vegetation erhalten blieb und sich von hier aus entlang der neu geschaffenen Uferbereiche ausbreiten kann.

Die Baggerarbeiten fanden im Februar bei Frost statt um den Boden und die Tierwelt zu schonen und auch damit der Bagger nicht versackt.

Im Frühling und über Sommer wird dann untersucht, wie sich die Pflanzen am Gewässer entwickeln. Und ob Frösche oder andere Amphibien die Gewässer zur Fortpflanzung nutzen. Das ging in den letzten Jahren nämlich nicht, weil sie im Sommer kein Wasser mehr führten.